Weiterbildung für die Fachpflege Palliative Care erfolgreich beendet

Weiterbildung für die Fachpflege Palliative Care erfolgreich beendet

Kreis Coesfeld. 17 Pflegefachkräfte aus Einrichtungen der ambulanten und stationären Alten- und Krankenpflege aus der Region haben im Dezember 2022 ihre Weiterbildung für die Fachpflege Palliative Care an der carecampus Pflegeakademie beendet. Über 9 Monate erstreckte sich die Weiterbildung, die neben vier Wochen Präsenzunterricht die Erstellung einer Praxisarbeit mit Abschlusskolloquium umfasste.Das von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zertifizierte Konzept der Weiterbildung fokussiert neben der Vermittlung von Fachwissen die Entwicklung einer palliativen Haltung zur Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen.„Erhaltung von Lebensqualität am Lebensende und ein symptomarmes Sterben in Würde hat eine zentrale Bedeutung in der Palliativversorgung“, berichten die beiden Kursleiterinnen Roswitha Scheele und Irmgard Elskemper.Unterstützt wurde das Weiterbildungsangebot durch eine Förderung des Teilnehmerbeitrags durch den Verein Palliativnetz für den Kreis Coesfeld e. V.Neben einem bereits neu gestarteten Kurs, wird die carecampus Pflegeakademie auch im kommenden Jahr wieder die Weiterbildung Palliative Care anbieten.



Die glücklichen Absolventinnen: Britta Boccoto, Jasmin Erber, Eva Grosse Entrup, Sara Höffler, Jennifer Kleine Kappenberg, Svetlana Link, Melissa Lux, Anica Peters, Stefanie Schleutker, Melanie Schoenebeck, Laura Struffert, Bianca  Stutzinger, Milena Trailovic, Christine Volmer, Beate Weuler, Verena Wiesweg und Aida Zahirovic zwischen den Kursleitungen Frau Scheele und Frau Elskemper, mit Susanne Damhus als Teil des Dozententeams.

carecampus Pflegeakademie startet mit neuem Ausbildungsangebot

Pflegefachassistenz

Seit Anfang 2020 bildet die carecampus Pflegeakademie an den Standorten Coesfeld und Dülmen Pflegefachmänner und –frauen in der neuen generalistischen Pflegeausbildung aus. Nun folgt die generalistische Ausbildung der Pflegefachassistenz zum 01. Oktober 2022 am Standort in Coesfeld.

Pflegefachassistenten/-innen unterstützen Pflegefachpersonen bei der Pflege von Menschen aller Altersstufen in den Versorgungsbereichen der ambulanten Pflege sowie der Pflege im Krankenhaus oder im Altenheim, berichtet Birgit Leuderalbert, Akademieleiterin der carecampus Pflegeakademie. Seit Anfang 2021 ist Ausbildung zur Pflegefachassistenz neu geregelt. Die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflegehilfe und der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz sind seither analog der Fachkraftausbildung zu einer gemeinsamen Ausbildung mit dem Berufsabschluss „staatlich anerkannte Pflegefachassistentin bzw. Pflegefachassistent“ zusammengeführt worden.

Ein Jahr dauert die Ausbildung, die sich in einen betrieblichen und einen schulischen Teil gliedert. Der theoretische und praktische Unterricht findet mit einem Umfang von 700 Stunden in der Schule sprich der carecampus Pflegeakademie statt. Die praktische Ausbildung mit 950 Stunden erfolgt in einer Pflegeeinrichtung.

Neu ist, dass die Auszubildenden während der Ausbildung eine Ausbildungsvergütung in Höhe von ca. 1000,00 Euro erhalten.

„Der Beruf bietet eine verantwortungsvolle und sinnstiftende Aufgabe nah am Menschen. Neue Personalmodelle in der Pflege erfordern zudem immer mehr die Unterstützung von Pflegefachpersonen durch qualifizierte Pflegefachassistenz“, so Leuderalbert. Darüber hinaus ist nach Abschluss der Ausbildung ein Einstieg in die Ausbildung zur Pflegefachfrau/ zum Pflegefachmann mit Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich.

In der Ausbildung arbeitet die carecampus Pflegeakademie mit rund 50 Kooperationspartnern zusammen. Die Krankenhäuser, ambulanten Pflegedienste und stationären Pflegeeinrichtungen bieten Ausbildungsplätze für den Beruf Pflegefachfrau/-mann und Pflegefachassistent/-in an. Interessenten für die Ausbildung zum staatlich anerkannten Pflegefachassistenten richten ihre Bewerbung direkt an diese Einrichtungen.

Netzwerk Pflege im Kreis Coesfeld

Netzwerk Pflege im Kreis Coesfeld

Im Kreis Coesfeld haben einige Pflegeeinrichtungen auf Initative der Agentur für Arbeit Coesfeld ein Netzwerk gebildet, um aktiv für die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in den Pflegeberufen zu werben. Zu den Gründungsmitgliedern des „Netzwerks Pflege im Kreis Coesfeld – viele Partner – ein Gesicht“ gehören der Caritasverband Kreis Coesfeld e.V., Arca KG, Humanitas Münsterland, die Heilig-Geist-Stiftung Dülmen, die Pflegefachschule maxQ im bfw-Unternehmen für Bildung GmbH, das Marien-Hospital aus Lüdinghausen, die Christophorus-Trägergesellschaft mbH aus Coesfeld sowie der carecampus, die Pflegeakademie im Kreis Coesfeld.

Netzwerk Pflege

Jens Spahn diskutierte mit Azubis der carecampus Pflegeakademie

Jens Spahn diskutierte mit Azubis der carecampus Pflegeakademie

Vielen Fragen musste sich der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beim Besuch der carecampus Pflegeakademie stellen. Die Pflegeschüler hatten die Veranstaltung vorbereitet und stellten konkrete Fragen an den Minister.

„Wir haben mit 26 Auszubildenden hier angefangen“, berichtete eine der Pflegeschülerinnen. „Jetzt sind wir nur noch 15.“ Und warum das nun so ist, warum die Abbrecherquote so hoch ist? Die künftigen Pflegefachkräfte hatten dafür nicht nur eine Ursache. „Viele brechen ab, weil die Anforderungen zu hoch sind“, so eine Auszubildende. Oder weil sie andere Erwartungen hatten. Oder weil sie der Fachkräftemangel überfordert hat. Und warum die 15 Azubis dabei geblieben seien, wollte Spahn wissen. „Weil wir den Beruf und Menschen lieben.“ – „Weil Pflege interessant ist.“ – „Weil wir den nötigen Biss haben.“ Spahn betonte während der Diskussion, dass die Schülerinnen „am längeren Hebel“ sitzen, da sie am Ende ihrer Ausbildung begehrte Fachkräfte sind und sich den Arbeitgeber aussuchen können. Der Gesundheitsminister schrieb die Kritikpunkte eifrig auf. CDU-Bundestagsabgeordneter Marc Henrichmann, der bei den aktuellen Wahlen erneut kandidiert, freute sich über die gelungene Premiere. „Es geht uns darum, über Inhalte zu sprechen. Das Thema Pflege drängt.“ Spahn habe sich Notizen gemacht, „weil er das System verbessern will“, versprach er. „Viele Punkte müssen sich auch noch einspielen“, sagte Spahn zu dem neuen Ausbildungssystem. Die jetzigen Pflegeschüler seien Pioniere – sie sollten das positiv sehen. Das Ziel der zusammengelegten Ausbildung sei es, sich nicht sofort auf einen Bereich fest zu legen. Nach der Ausbildung gelte es ebenso, offen für Neues zu sein. „Ich war ja auch nicht mein Leben lang Gesundheitsminister“, witzelte er. Nicht zuletzt gehe es darum, die Liebe zum Beruf zu vermitteln. „Damit mehr Interesse daran geweckt wird.“ Denn umso weniger Kollegen, umso höher sei die Belastung der vorhandenen Fachkräfe.

Steigende Wertschätzung „pusht“ Pflegeakademie – Henrichmann und Tranel im carecampus / „Unvorstellbares geleistet“

Steigende Wertschätzung „pusht“ Pflegeakademie – Henrichmann und Tranel im carecampus

Kreis Coesfeld(kcv)
 Spätestens seit Corona ist es jedem klar geworden: „Pflegekräfte leisten mit hohem Engagement häufig nahezu Unvorstellbares“, betonte der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann. Gemeinsam mit dem CDU-Bürgermeisterkandidaten Gerrit Tranel besuchte er den neuen carecampus in Coesfeld. Die gestiegene Wertschätzung macht sich dort bemerkbar: „Es gab einen Push“, stellte Akademieleiterin Birgit Leuderalbert fest. Die beiden gerade gestarteten Kurse seien mit jeweils 26 Auszubildenden ebenso komplett voll wie der Lehrgang, der im Oktober beginnt.

Im April nahm die neue Pflegeakademie mit ihren Standorten in Coesfeld und Dülmen den Betrieb auf. Hervorgegangen war sie aus der Schule für Gesundheitsberufe der Christophorus-Klinik Coesfeld und dem Caritas-Altenpflegeseminar in Dülmen. Grund waren gesetzliche Vorgaben: Der neue Ausbildungsberuf Pflegefachfrau oder Pflegefachmann ersetzte die bisherigen Berufe Altenpfleger, Krankenpfleger und Kinderkrankenpfleger. „Das Niveau dieser generalistischen Ausbildung ist sehr hoch“, erklärte Christian Germing. Der Vorstand des Kreis-Caritasverbandes wünschte sich daher, dass die Pflegeakademie langfristig auch eine Ausbildung zur Pflegehelferin oder zum Pflegehelfer anbieten kann.

Neben der Ausbildung kümmert sich die Akademie auch um die Fort- und Weiterbildung der Pflegefachkräfte. Die Ausstattung dazu ist hochmodern: Und mit den Mittel aus dem Digitalpakt des Bundes sollen weitere Anschaffungen folgen, berichtete Germing. Auch der zentrale Standort in Coesfeld kommt sowohl bei den Auszubildenden als auch bei den Lehrenden sehr gut an: „Wir haben die Pflege mitten in die Stadt geholt“, erklärte er.

Die Bundespolitik sah Germing weiterhin in der Corona-Pandemie gefordert. „Wir brauchen eine Teststrategie für Pflegekräfte“, erklärte er. Henrichmann betonte, dass die Kapazitäten dafür hochgefahren würden. „Ein Test vermittelt aber eine trügerische Sicherheit“, erklärte der CDU-Politiker. Als Momentaufnahme dürften sie nicht zu Leichtfertigkeit verleiten.

Auch den Demoraum der Pflegeakademie stellten Christian Germing (2.v.l.) und Birgit Leuderalbert dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann (Mitte), Bürgermeisterkandidat Gerrit Tranel und Caroline Rulle von der Jungen Union vor. Foto: Büro Marc Henrichmann.

Einweihung der carecampus – Pfegeakademie im Kreis Coesfeld

Einweihung der carecampus – Pfegeakademie im Kreis Coesfeld

Am 5. März 2020 feierte die carecampus – Pflegeakademie im Kreis Coesfeld die offizielle Einweihung und ging damit als neue Anlaufstelle für Aus- und Fortbildung im Bereich Pflege an den Start. Der Caritasverband im Kreis Coesfeld e. V. und die Christophorus Trägergesellschaft mbH sind Hauptgesellschafter der Akademie. Weitere acht kirchliche Träger der Altenhilfe aus der Region zählen außerdem dazu.

Zum 01.04.2020 nehmen die ersten 25 Schüler und Schülerinnen ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann, nach den neuen Vorgaben der generalistischen Ausbildung, auf. Das Ziel ist, pro Jahr vier Ausbildungskurse für Pflegefachkräfte in der carecampus Pflegeakademie zu starten.

Nach Grußworten von unserem Vorstand Christian Germing und Coesfelds Bürgermeister Karl-Heinz Öhmann moderierte die Akademieleitung Birgit Leuderalbert eine Podiumsdiskussion zum Thema Pflege. Hier herrschte Einigkeit, dass der Pflegeberuf deutlich besser ist, als sein Image.

Anschließend nahm Kreisdechant Johannes Arntz die Einsegnung der Akademie vor, bevor es dann zur Besichtigung der Räumlichkeiten ging. Mit modernen Arbeitsmitteln und praktischen Arbeitshilfen ausgestattet, bietet die Akademie beste Voraussetzungen.